Wellenreiten Baleal

Baleal – das europäische Surfmekka

TEXT & FOTOS: Andreas Düllick

Blick über den Surfspot Lagide auf die Halbinsel Baleal ©Andreas Düllick

Baleal ist ein keiner Ort direkt neben Portugals größter Fischereistadt Peniche rund 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt Lissabon.  Der Ort ist in der Surferszene mittlerweile bestens bekannt. Das hat einerseits damit zu tun, dass es hier die besten surfbaren Wellen Portugals, vielleicht auch ganz Europas (?) ,und zahlreiche Surfcamps gibt, in denen sich Fans dieser extrem coolen Sportart ausbilden lassen können. Andererseits findet hier seit einigen Jahren im Oktober ein Wettbewerb der World Surf League (WSL) statt. Allerdings ist hier die Stadt Peniche der Namenspatron, sodass der Titel des Contests lautet „Rip Curl Pro Peniche“ bzw. neuerdings…

Leider hat die Steigerung des Bekannheitsgrades von Peniche bzw. Baleal dazu geführt, dass die Surfspots mittlerweile oft überfüllt sind, insbesondere da zahllose Surfschulen mit Gruppen von zehn bis dreißig Anfänger, auch Grooms bzw. Kooks genannt, die Strände bevölkern. Auch das Preisniveau bei den buchbaren Unterkünften – egal ob Privatanbieter, Hostels oder Hotels sowie in den Restaurants, Lokalen und Bars  hat sich dadurch leider stark erhöht. Allerdings kommen viele ambitionierte Surfer gern mit ihrem Campingbus nach Baleal. Auf dem großen Parkplatz am Cantinho de Baia dürfen sie kostenlos stehen und haben Zugang zu Toiletten.

Auch der elfmalige Surf-Weltmeister Kelly Slater (USA) ist hier jedes Jahr in den perfekten Wellen unterwegs. ©Andreas Düllick

Insbesondere der Surfspot Supertubos südlich von Peniche ist der absolute Hotspot für die weltbesten Wellenreiter. Wenn die Bedingungen perfekt sind, der Wind offshore, also landauswärts weht, und der passende Swell auf die vorgelagerten Sandbänke von Supertubos trifft, bilden sich meterhohe, perfekte Wellen,  in denen auch der elfmalige Surfweltmeister Kelly Slater (USA) gern unterwegs ist. Am liebsten in den sogenannten Tubes, mannshohe Röhren aus Wasser, die den Green Room bilden. Für Surfer gibt es wohl nichts Schöneres, als für ein paar Sekunden komplett umhüllt von smaragdgrünem Wasser durch die Tube zu reiten.

Auch für Kitesurfer ist Baleal ein echtes Mekka. Andreas Düllick

Insgesamt bietet die Gegend um Peniche/Baleal sowohl den Wellenreitern als auch ganz „normalen“ Touristen, die einfach nur Land und Leute erkunden, baden oder angeln möchten, perfekte Bedingungen.

Die Portugiesen sind ein Völkchen der Seefahrer, Fischer und Angler. Angst vor Gefahren scheinen sie nicht zu haben. Atemberaubend ©Andreas Düllick

Egal, ob man stundenlang angelnd auf einem Felsen 50 Meter über dem Meer verbracht hat oder im Wasser bei der Jagd nach der perfekten Welle: Danach kann man sich in einer der vielen wunderbaren Strandbars erholen. Ein kühles Bier der Marken „Sagres“ oder … genießen oder aber einen extrem leckeren Galao (Milchkaffee).

Nach getaner Arbeit im Wasser ist Erholung im Cantinho angesagt. ©Andreas Düllick
Spotchecking vom Cantinho de Baia – Ausschau halten, ob der perfekte Swell aufläuft ©Andreas Düllick

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für echte Surffreaks ist der Besuch der Surfbrett-Schmiede „FATUM“ ein absolutes Muss. Hier kann man sich von Gero das perfekte Brett shapen lassen. Die besten Surfbretter schaffen es dann in Gero’s Showroom…

Hier entsteht gerade meine neue Beauty ©Andreas Düllick

Gero ist ein Meister des Surfbrettbaus. Jedes von ihm geshapte Surfboard ist perfekt auf den Besitzer und die Wellen vor Peniche und Baleal abgestimmt. Das Design kann man sich selbst aussuchen, bei einem Longboard wie diesem mit 9’2“ Länge natürlich klassisch…

Schon im Shapingroom das Herz ans neue Board verloren  ©Andreas Düllick

Deshalb durfte bzw. musste diese Schöne auch für’s Pressefoto in die Shoowvitrine. Aber selbstverständlich nur ganz kurz, schließlich wollte ich das gute Stück so schnell wie möglich im Wasser ausprobieren.

Klassisch weiß mit blauer Pinline ©Andreas Düllick

 

 

 

 

 

 

 

 

Schnittig und wie gemacht für die Longboardwellen vor Baleal ©Andreas Düllick

Leider sind die Ausflüge nach Baleal immer nur kleine Fluchten aus dem Alltag in Deutschland. Wehmütig schaut man zum Abschied gern noch mal über die pittoresken Strände der Silvercoast auf’s Meer. Dann geht’s wieder zurück nach Berlin. Bis zum nächsten Surftrip nach Baleal. Die Taschen sind immer gepackt!

Traumhafte Strände an der Silvercoast von Portugal ©Andreas Düllick

Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Baleal

http://www.highway-to-swell.com/

Videos:

 

 

 

Eine Antwort auf „Wellenreiten Baleal“

  1. Es wird Zeit, mal wieder aufzubrechen und die Wellen zu reiten. Viel zu lange schon war ich nicht mehr dort. 🙂

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