Race 61 – Roadrunners Paradise

Benzin im Blut – Harte Jungs und kesse Bienen beim »RACE 61«

BERICHT & FOTOS: Andreas Düllick

Alex und Fred Mullen vom Roadrunners Paradise Club waren auch am Start. Alex gewann auf seiner Harley, Fred wurde Dritter. ©Andreas Düllick

Es war wie immer auf dem Airstrip-Gelände des Luftfahrtmuseums Finowfurt: Vom 26. bis 28. Juni tummelten sich dort wieder die tollkühnen Jungs mit ihren geilen Kisten und dazu so richtig kesse Bienen beim »RACE 61 des »Roadrunners Paradise Club«. »Und das ist gut so«, sagt Veranstalter Fred Mullen, der diese Veranstaltung nun schon zum 18. Mal stemmte. »Bei uns geht’s um Bikes, Cars und Rock ’n’ Roll. Guter Style heißt coole Optik und viel dahinter!« Die Jungs, die hierher kommen, sind eindeutig infiziert vom US-Car-Virus. Liebevoll restaurierte American Cars, Hot Roads, aber auch fette Bikes wie die Indian oder Harley Davidson konnte man bestaunen. Egal ob gepimptes Musclecar oder getuntes Superbike, die Fahrer haben krass Benzin im Blut. Wer einmal auf dem »RACE 61« war, den lässt die Begeisterung für diesen ganz besonderen Motorsport nicht mehr los.

Das Adrenalin schießt besonders dann ins Blut, wenn die Startergirls die Fahrer an die Linie bitten, die Motoren aufheulen, die Räder heiß angefahren werden und dann endlich die schwarzweiße Startflagge heftig geschwenkt wird.

Die Autos starten so schnell, da kommt die Fotografin kaum mit ©Andreas Düllick

Los ging‘s am Freitag mit den Qualifikationsrennen der Autos & Motorräder bis Baujahr 1961 für das »RACE 61« (Rahmen und Motor des Fahrzeuge durften nicht junger als Baujahr 1961 sein), am Samstag folgten die Finalläufe aller Klassen im »RACE 61« und am Sonntag gab’s zum Abschluss das »RACE 76«-Rennen ohne Klassifizierung.

Echte Boliden ©Andreas Düllick

Fahrer von Musclecars bis Baujahr 1971 hatten die Möglichkeit am »RACE 61« (Samstag) in einer Extraklasse teilzunehmen. Gefahren wurde über eine Distanz einer Achtel-Meile. Jeder Fahrer musste sich selbstverständlich mit seinem Fahrzeug vor dem Befahren der Rennstrecke bei der Rennanmeldung zum Safety Check melden. Ohne Abnahme und Klassifizierung kein Race! Top Fueler waren übrigens nicht gestattet.

Fesche Startergirls

Schon fesch & frech! ©Andreas Düllick

Ein unbedingtes Muss sind für die Fahrer und auch die Zuschauer immer wieder die feschen Ladies an der Startlinie. Für die Startergirls machen die Veranstalter vorab immer einen extra Wettbewerb im »Roadrunners Paradise«. Die Mädels, die daran teilnehmen, haben echt Bock darauf und auch jede Menge Benzin im Blut! Fred Mullen dazu: »Es ist ein sehr cooles Feeling, am Start eines Rennens zu stehen und diese Kraft der Bikes und Cars zu spüren. Das finden die Girls ganz toll, und das kann ich auch gut nachvollziehen! Startergirls sind mittlerweile schon gute Tradition bei uns! Was ein erstklassiges Startergirl mitbringen muss? Ausstrahlung!«

Das Startergirl gibt die letzten Anweisungen. ©Andreas Düllick

Und wenn man sieht, wie die Girls sich beim Start ins Zeug legen, aufgeregt hüpfen, springen, und anmutig die Fahne schwingen, dann weiß man, dass auch bei ihnen gerade das Adrenalin so richtig ins Blut schießt.

Die Steilwandfahrer von »DEMON DROME«

Eine extrem abgefahrene Attraktion sind die Steilwand-Piloten von »DEMON DROME« aus England. Was Dave Dynomyte, The Duke, Sam The Dutchess, Alabama Bam Bam und der Rest der Familie bei ihrem »Wall of Death«-Programm in der Steilwand treiben, haut wohl jeden Zuschauer echt um. »Die Jungs sind mit alten ›Indians Scouts‹ unterwegs, das ist Tradition. Denn die haben das nötige Drehmoment«, verriet mir Veranstalter Fred Mullen. »Die haben eine 750er von 1929 dabei. Das war früher schon so, in den 20er und 30er Jahren sind die schon immer mit diesen ›Indians‹ gefahren.« Er selbst wurde sich das nicht antun, obwohl er ein wirklich cooler Hund ist: »Das sollte man schon können, wenn man in der Steilwand fährt. Ich entwickle da nicht unbedingt den Ehrgeiz, das jetzt einfach mal so zu probieren.«

Stattdessen jagte er wieder seinen »Dodge Cornet 66« über den heißen Asphalt. Den hatte er im Vergleich zum Vorjahr noch ein ganz klein wenig aufgerüstet. Am Start war er übrigens stets der Schnellste…

Gucken, kaufen, verkaufen und jede Menge Rock ’n’ Roll

Natürlich ging es nicht nur um die Rennen. Nein, auch kaufen und verkaufen war angesagt. Wer selbst ein 61-er oder 71er Modell fahren möchte, der konnte sich an diesem Wochenende ausgiebig informieren. Denn einige der heißen Öfen standen zum Verkauf. Und na klar, das zugehörige Outfit gab es natürlich beim Race61 auch, egal ob brettharte Bikerjeans oder fesche Petticoats.

Abends geht’s vor die Bühne oder ins Airfield Casino ©Andreas Düllick

Was gehört zum Motorsport unbedingt dazu? Klar echt guter Rock ’n’ Roll! Darfur sorgten auf der Hauptbühne Bands wie die »Lightning Ranch Boys«, »The Revolutionaires«, »Ray Collins Hot Club«, »White Miles«, »Lucifer Star Maschine«, »Nerd School« und »John Garcia«. Ab Mitternacht ging‘s dann im »ROADRUNNER’S PARADISE HANGAR« bzw. »AIRFIELD CASINO« zu den coolen Shelter-Partys.

Link:

http://www.racesixtyone.com/

http://www.roadrunners-paradise.de

Video:

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