Googles Campus Berlin Infoveranstaltung (31.08.2017)

„Campus Berlin“ nimmt Fahrt auf

Internet-Riese Google bringt Start-up’s wie MOKLI-help in die Kreuzberger Umspannfabrik

Text, Fotos & Videoschnipsel: Andreas Düllick

Informationsveranstaltung von Google zum „Campus Berlin“ im Umspannwerk Kreuzberg ©Andreas Düllick

Bekannt ist es ja schon länger, doch nun wird es langsam Wirklichkeit: Der Internetgigant Google siedelt sein „Campus Berlin“-Projekt im ehemaligen Umspannwerk in Kreuzberg an. Auf rund 2.400 Quadratmetern sollen dort ab Frühjahr 2018  Start-up’s in einem Schulungs- und Trainingszentrum arbeiten. Dazu werden Teile des Umspannwerks gerade umgebaut. Es ist der siebte Standort von Googles Entrepreneurship-Programm weltweit, nach London, Warschau, Madrid, Sao Paulo, Seoul und Tel Aviv. Da das Projekt von Google allerdings nicht nur Freunde im Kietz hat, versucht das Unternehmen die Nachbarn von Beginn an einzubeziehen.

MOKLI – die Hilfefinder-App von MOMO – THe Voice of disconnectewd Youth und KARUNA ©Andreas Düllick

Start-up’s wie MOKLI, Kiron, Rock it Biz und straight präsentieren sich

Extra dafür gab es am 31. August eine Informationsveranstaltung, auf der über die Pläne im Campus Berlin informiert wurde. Mit dabei waren innovative Projekte und Start-up’s aus Berlin (auch aus Kreuzberg!), die auch mit Starthilfe von Google entwickelt worden sind.

Carolin Emcke – Exklusivinterview im Schweizer Straßenmagazin SURPRISE

Dem Hass im Alltag muss widersprochen werden!

VON: ANDREAS DÜLLICK und AMIR ALI (INTERVIEW)

Cover des Schweizer Straßenmagazins SURPRISE mit Carolin Emcke

Es lässt sich kaum verhehlen: Die  neue Ausgabe macht uns ein wenig stolz. Wann hat man schon eine der bedeutendsten deutschsprachigen Gesellschaftskritikerinnen der Gegenwart auf dem Titel?

Carolin Emcke über fehlenden Gemeinsinn, die Freiheit der anderen und ihre Sorge um die Grundlagen unseres Zusammenlebens: „Die Tatsache, dass debattiert wird, bedeu­tet ja noch nicht, dass auch wirklich mit­ einander und füreinander debattiert wird.“ Im exklusiven Interview mit Andreas Düllick und Amir Ali.

Borussia Dortmund – Hertha BSC (Vorbericht mit Pál Dárdai Pressekonferenz)

Der erste große Auswärtskracher

Hertha BSC trifft im Spitzenspiel der 1. Bundesliga auf Borussia Dortmund

Vorbericht & Fotos: Andreas Düllick

Pál Dárdai, Cheftrainer von Hertha BSC, auf der Pressekonferenz ©Andreas Düllick

Samstagabend 18:30 Uhr steigt im „Signal Iduna Park“ das Spitzenspiel der 1. Fußball-Bundesliga. Der große Favorit Borussia Dortmund trifft auf den Hauptstadtklub Hertha BSC. Die Ausgangssituation ist klar: Alles andere als ein Sieg der Dortmunder wäre eine Überraschung. Eigentlich. Denn bange machen lassen sich die Berliner um ihren Trainer Pál Dárdai davon überhaupt nicht. Warum auch, haben sie doch in der vergangenen Saison durchweg respektable Leistungen gegen die Borussen gezeigt. Auswärts gab es ein 1:1-Unentschieden, im Olympiastadion einen 2:1-Sieg. Und im DFB-Pokal-Halbfinale unterlag die „Hertha“ in Dortmund erst sehr knapp im Elfmeterschießen. Am Donnerstag gab es die Pressekonferenz zum zweiten Spieltag, auf der Pál Dárdai die Fragen der Journalisten beantwortete:

Zur Ausgangssituation

Pál Dárdai: „Wenn ich ehrlich bin, mit der UEFA Europa League beschäftige ich mich nicht. Gestern habe ich ein tolles Spiel zwischen Liverpool und Hoffenheim gesehen. Ich muss schon sagen, das war so eine tolle Hoffenheimer Mannschaft, für die war es ein wenig schade. Aber so ist das: In der Europa League kann man auch ein gutes oder ein schlechtes Los kriegen, aber damit beschäftige ich mich momentan nicht. Zu unserer eigenen Situation: Es war wichtig, das erste Spiel zu gewinnen. Wir haben gesehen, wo die Mannschaft steht und wo wir uns verbessern müssen. Wie müssen wir die Mannschaft führen, damit wir noch erfolgreicher werden können.

Eine tolle Nachricht lieferten heute die Pressejungs aus dem „Fuchsbau“

Nach acht Monaten Verletzungspaus feiert Drago Vuković in Doha sein Comeback

(Quelle: http://www.fuechse.berlin/)

„Füchse“-Manager Bob Hanning freut sich über das Comback von Drago Vuković ©Andreas Düllick

Die Füchse Berlin starten am morgigen Freitag (16 Uhr) mit der Partie gegen den Esporte Clube Pinheiros in den IHF Super Globe. Im Auftaktspiel der inoffiziellen Vereins-Weltmeisterschaft gegen den Panamerika-Meister aus Brasilien wird es in Doha/Katar zu einem lang ersehnten Comeback kommen: Drago Vuković kehrt nach acht Monaten Verletzungspause aufs Parkett zurück.

Auf diesen Moment hat er lange gewartet. Drago Vuković wird endlich wieder zum Handball greifen. Das Quälen und Schuften im Kraftraum hat der Kroate schon längst satt. „Das war eine schwierige Zeit“, sagt der 34-Jährige, „ich war in meiner Karriere nie so lange verletzt. Reha und Kraftraum – das musste sein: Aber ich kann und will das nicht mehr sehen.“

Bundestagswahl 2017 – Wahlplakate (Bestenliste?)

Plakate zur Bundestagswahl 2017 – der helle Wahnsinn

Wir haben die Wahl – alle vier Jahre wieder. Doch was die Parteien, nun ja, nicht alle, so auf ihre teuren Wahlplakate „zaubern“, das ist schon ziemlich…

Das ist jetzt keine Wahlprognose…
Die Qual der Wahl – alle vier Jahre wieder… ©Andreas Düllick
Plakatives Wahlplakat von „Die Partei“ ©Andreas Düllick

Wahlforscher Richard Hilmer (Bundestagswahlen 2013)

Wahlforschung ist keine Kaffeesatzleserei

»Es lohnt es sich natürlich für alle Parteien, noch mal in die Vollen zu gehen und Wahlkampf zu machen!« (Richard Hilmer, Infratest dimap)

 INTERVIEW& FOTOS: Andreas Düllick (September 2013)

 

Richard Hilmer, Chef von Infratest dimap, im Interview ©Andreas Düllick

Wenige Wochen vor der Bundestagswahl 2013 hat die schwarz-gelbe Koalition weiter eine hohe Zustimmung. Im ARD-»DeutschlandTrend« erreichen Union und FDP mit 47 Prozent weiterhin eine eigenständige Mehrheit. In der Sonntagsfrage vom 23. August kommt die CDU/CSU unverändert auf 42 Prozent. Die FDP erreicht fünf Prozent. Auch die SPD verliert, sie kommt auf 24 Prozent. Die »Grünen« bleiben bei 13 Prozent. Die »Linke« gewinnt dazu und kommt auf neun Prozent. Die Piratenpartei verliert und liegt bei zwei Prozent. Die Alternative für Deutschland erreicht derzeit drei Prozent. Erhoben wurden dieses Zahlen vom Meinungsforschungsinstitut »Infratest dimap«, das vor allem durch die Hochrechnungen und Prognosen an Wahlabenden bekannt ist.

Wahlforschung beinhaltet eine hohe Kunst der Einordnungs- und Interpretationsleistung und die verständliche Vermittlung an ein breites Zielpublikum. Diese Kunst beherrscht der Chef von Infratest dimap, Richard Hilmer, exzellent. Der »Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher«(BVM) verlieh ihm dafür 2013 den Preis »Forscherpersönlichkeit des Jahres« für seine herausragenden Leistungen in der Markt- und Sozialforschung. strassenfeger-Chefredakteur Andreas Düllick sprach mit Richard Hilmer.

Blindenfußball Europameisterschaft 2017

Es rasselt in Berlin!

Die IBSA Blindenfußball Europameisterschaft 2017

Quelle: www.euro2017.berlin

Eine neue Sportart erobert im Sommer 2017 Berlin. In der größten Metropole Deutschlands findet erstmalig die Europameisterschaft im Blindenfußball statt. Es wird rasant und spannend zur Sache gehen, wenn wieder einmal die besten Fußballer Europas versuchen werden, das Runde ins Eckige zu befördern – mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass kein Spieler den Ball sehen kann!

Am 18. August um 19:30 Uhr wird die deutsche Blindenfußball-Nationalmannschaft mit ihrem Spiel gegen Italien das Turnier eröffnen. Weitere Gegner in Gruppe A sind Rumänien, England und Frankreich. In Gruppe B spielen die Türkei, Belgien, Georgien, Spanien und Russland

Das Finale findet am 26. August um 19:30 Uhr statt.

Rosa von Praunheim – Interview (Juni 2013)

Rosas Welt

Der schwule Filmemacher Rosa von Praunheim

Interview: Andreas Düllick 

Rosa von Praunheim auf dem roten Teppich zur Preisverleihung der Berlinale 2015 (Quelle: Queryzo / Wikipedia CC-BY-SA 4.0 )

Rosa von Praunheim wurde am 25. November 1942 in Riga, Lettland, geboren. Er ist wohl mit Abstand der wichtigste und erfolgreichste schwule Filmregisseur der Welt. Mit seinem Dokumentarfilm „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ (1971) war er der öffentliche Wegbereiter und einer der Mitbegründer der politischen Schwulen- und Lesbenbewegung in Deutschland.

Großes Aufsehen erregte Praunheim, als er am 10. Dezember 1991 in der RTL-plus-Sendung „Explosiv – Der heiße Stuhl“ u. a. den Moderator Alfred Biolek und den Komiker Hape Kerkeling öffentlich als schwul outete. Praunheim war bis 2006 Professur für Filmregie an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg. Er wohnt in Berlin und lebt in einer festen Beziehung mit seinem Mitarbeiter Oliver Sechting.

Für seine Dokumentation „Die Jungs vom Bahnhof Zoo“, die bei der Berlinale 2011 uraufgeführt wurde, erhielt er 2012 den „Grimme-Preis“. Vom 24. bis 25. November 2012 zeigte der rbb in Zusammenarbeit mit arte zu Praunheims 70. Geburtstag unter dem Titel „Rosas Welt“ 70 Kurzfilme des Filmemachers. 2013 hat Praunheim auf den 63. Internationalen Filmfestspielen Berlin die „Berlinale Kamera“ erhalten.

Sven Regner – Interview (April/Mai 2013)

„Wir hängen tagsüber ab und spielen abends im Club“

Sven Regener über die Tournee, die neue Platte, seinen Film und den neuen Roman 

Text & Fotos: Andreas Düllick

Wortakrobat Sven Regener…. ©Andreas Düllick

Sie haben es auf ihrer Webseite lange vorher und groß angekündigt: „Liebe Freunde, jetzt muss es raus, kein Gemunkel mehr, die Sache ist ja schon eingestielt, wie der moderne Marketing-Freak sagen würde, eingetütet, der Sack ist zu, der Drops gelutscht, also Folgendes: Element of Crime spielen im nächsten Frühjahr Clubkonzerte in Köln, Hamburg, Berlin, München und Frankfurt. Und nicht nur eins pro Stadt, nein, immer gleich mehrere sollen es sein, denn das Motto dieser kleinen Spezialtournee heißt: „Wir hängen tagsüber ab und spielen abends im Club. Und es bringt ja auch nichts, das Angebot künstlich zu verknappen, bloß weil man lieber mal wieder in einem Club statt in einer großen Halle spielen will, denn darum geht es hier: Die Zeit zwischen zwei Alben, zwischen Baum und Borke, in der Grauzone zwischen dem Vergessen der alten und dem Schreiben neuer Songs mal wieder im Club zu spielen, und dann eben mehrmals.“

Im Klartext heißt das: 24 Konzerte vom 18. März bis 14. Juni 2013 in den kleinen Klubs von Frankfurt, Köln, München, Hamburg, Berlin, und dann auch noch in der Schweiz. In Berlin bespielten Sven Regener & Co an sechs aufeinander folgenden Tagen das „Lido“ in Kreuzberg. Natürlich war jeder Gig ausverkauft. Die Fans waren extrem hungrig auf die „Elements“, und sie wurden selbstredend nicht enttäuscht. Andreas Düllick traf einen sehr entspannten Sven Regener zum Interview nach dem Soundcheck vorm ersten Konzert.

Hertha BSC – FC Hansa Rostock

Heftige Fankrawalle überschatten spannendes Pokalspiel

Hertha BSC zieht mit einem 2:0–Sieg gegen Hansa Rostock in die zweite Runde des DFB-Pokals ein

 Text: Andreas Düllick

Pyrotechnik im Block des FC Bayern München ©2017 Andreas Düllick

Eins vorweg: Es war ein munteres und durchaus spannendes Erstrundenspiel im DFB-Pokal zwischen Hertha BSC und dem FC Hansa Rostock. Am Ende hatten die Berliner vollkommen verdient das bessere Ende für sich, sie gewannen mit 2:0. Leider hatte (und hat) das Spiel einen sehr bitteren Beigeschmack: Fans, die keine echten Fans sind, haben dafür gesorgt, dass das Spiel unterbrochen werden musste, ja fast vor dem endgültigen Abbruch stand. Es war skandalös, was sich Fangruppen von Hertha BSC und Hansa Rostock leisteten.

In der 76. Minute wurde wie bereits zuvor schon einmal Pyrotechnik gezündet, wurden Feuerwerkskörper und Raketen in die gegnerischen Fanblocks geschossen. Ein gestohlenes Hertha BSC-Fanbanner wurde von vermummten Rostocker Fans im gesperrten Block erst provozierend präsentiert und dann dort verbrannt. Dann brannten Sitzschalen und schwarzer Rauch zog durch das Stadion und über das Spielfeld. Die Sondereinsatzkräfte schauten dem kriminellen Treiben der vermummten Chaoten übrigens unverständlicher Weise minutenlang zu.

Schiedsrichter Robert Hartmann musste beide Mannschaften dann für rund eine Viertelstunde in die Kabinen schicken. Der Sport geriet dadurch zur absoluten Nebensache. Beide Vereine müssen wegen des Fehlverhaltens ihrer Fans sicher mit empfindlichen Strafen rechnen müssen. Den Rostockern droht der Ausschluss aus der nächsten DFB-Pokalsaison. Vollkommen unverständlich ist, wie die Fans beider Vereine bei dem als Hochrisikospiel eingestuften Match überhaupt Pyrotechnik mit ins Stadion bringen konnten.