#Justus Delbrück Ausstellung

Zum Gedenken an Justus Delbrück

Ausstellungseröffnung und Filmpremiere zum 115. Geburtstag

Beitrag: Andreas Düllick

Anett Quint, Dr. Andreas Weigelt, Jörg Richert, Flo Balser, Hans-Jürgen Delbrück, Suzan Meves, Peter Meves (v.l.n.r.) © Andreas Düllick

Am Samstag, dem 25. November, wurde im Justus Delbrück Haus, der Akademie für Mitbestimmung, Bahnhof Jamlitz, die Dauerausstellung zu Justus Delbrück (25.11.1902 – 23.10.1945) feierlich eröffnet. Dazu waren Hans-Jürgen Delbrück, Sohn von Justus Delbrück, und dessen Jugendfreunde angereist.

Die Leiterin des Hauses Anett Quint, der Historiker Dr. Andreas Weigelt, die Regisseurin Momo Kohlschmidt und Flo Balser von MOMO – The Voice of disconnected Youth begrüßten zu Beginn der Veranstaltung die Gäste, darunter viele Einwohner von Jamlitz und Lieberose.

Dr. Andreas Weigelt © Andreas Düllick
Flo Balser © Andreas Düllick

 

Momo Kohlschmidt © Andreas Düllick

Danach feierte der Films „Denn in der Liebe sind und leben wir wirklich“ von Momo Kohlschmidt seine Premiere. Dr. Andreas Weigelt (Kurator Dokumentationsstelle Jamlitz) hatte sich u.a. mit den MOMO’s Laura Berger und Flo Balser auf die Suche gemacht herauszufinden, was für ein Mensch Justus Delbrück war. Momo Kohlschmidt hatte sie bei ihren Besuchen bei Hans-Jürgen Delbrück und Felicitas Fischer, den Kindern von Justus Delbrück, im Gymnasium von Justus Delbrück in Berlin und im Bendlerblock, wo die Widerstandskämpfer des 20. Julis um General Stauffenberg nach dem missglückten Attentat auf Hitler von den Nazis erschossen wurden, mit der Kamera begleitet.

Die Protagonisten des Films auf Spurensuche © Andreas Düllick
Laura Berger und Flo Balser, Mitglieder von MOMO – The Voice of disconnected Youth, waren auf der Suche nach dem Menschen Justus Delbrück © Andreas Düllick

Kai-Uwe Kohlschmidt, Sänger der Band „Sandow“, hat übrigens die Musik zum Film gemacht.

Kai-Uwe Kohlschmidt udn Dr. Andreas Weigelt © Andreas Düllick

Nach dem Film gab es einige Wortmeldungen von den Akteuren im Film, darunter auch Konfirmanden aus dem Kirchenkreis Lieberose.

Selbstverständlich gab es Blumen für die Regisseurin, die Akteure sowie die Unterstützer*innen, darunter die Lieberoser Pfarrerin Susanne Brugsch und KARUNA-Chef Jörg Richert.

Dank auch an die Lieberoser Pfarrerin Susanne Brugsch © Andreas Düllick
Jörg Richert, Geschäftsführer von KARUNA, bedankt sich für das tolle Engagement aller Beteiligten © Andreas Düllick

Danach gab es für die Besucher Gelegenheit, sich die Ausstellung im Foyer des Hauses anzuschauen und sich mit Hans-Jürgen Delbrück und den Akteuren aus dem Film auszutauschen.

Ein von den guten Freundinnen des Justus Delbrück Hauses zubereitetes, wunderbares Buffet rundete die Veranstaltung ab.

Hans-Jürgen-Delbrück hat übrigens in einem Brief an die Mitarbeiter des Justus Delbrück Haus und die dort lebenden Jugendlichen Folgendes geschrieben:

Michaela Todiraš Redzepovski , Mitglied von MOMOM – The Voice of disconnected Youth, mit dem Sohn von Justus Delbrück, Hans-Jürgen Delbrück und der Hauskatze © Andreas Düllick

„Es würde uns glücklich machen, wenn unser Vater, sein Verhalten, sein Lebenslauf und sein demokratisches, im christlichen Glauben eingebettetes Selbstverständnis den jungen Menschen Standfestigkeit verleiht im Bestreben aus ihrem persönlichen Tief herauszufinden. Vielleicht schafft er es auch eine Klammer zu bilden, die mithilft, Vergangenheit und Gegenwart im Auge zu behalten um gegen nationalsozialistisches Gedankengut gefeit zu sein. Diese jungen Menschen, mit neuem Wissen und neuen Erfahrungen in die Lage zu versetzen, auf vielen Ebenen unseres täglichen Zusammenlebens, gestalterisch mitwirken bzw. teilhaben zu können, ist eine lohnende Aufgabe und ein vorrangiges Ziel zugleich.“

Info:

Justus Delbrück wirkte er im Widerstandkreis um General Hans Oster, Karl Ludwig Freiher von und zu Guttenberg und Klaus Bonhoeffer und hatte Kontakt zu anderen Widerstandsgruppen, so ab 1941 zum Kreisauer Kreis. Nach dem Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 wurde Delbrück am 17. August 1944 von der Gestapo verhaftet. Während sein Schwager Klaus Bonhoeffer zum Tode verurteilt und in einer anderen Gruppe von Mithäftlingen am 23. April 1945 erschossen wurde, kam er am 25. April 1945 aus dem Gestapogefängnis Lehrter Straße frei. Nach Kriegsende wurde Delbrück am 20. Mai 1945 als „Mitarbeiter der Abwehr-Organe“ durch das NKWD verhaftet und kam am 19. Juni 1945 zunächst in das sowjetische Speziallager Nr. 6 in Frankfurt (Oder)   das im September 1945 nach Jamlitz verlegt wurde. Dort starb er am 23. Oktober 1945.

Links: 

https://www.demokratiebildung.info

https://de.wikipedia.org/wiki/Justus_Delbrück

http://www.die-lager-jamlitz.de

http://www.dietrich-bonhoeffer.net/bonhoeffer-umfeld/justus-delbrueck/

http://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/justus-delbrueck/?no_cache=1

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