Patrick Hausding – Wasserspringer / Interview (2012)

„Der Patrick ist wie eine Katze, die man aus dem Fenster wirft“

Der Wasserspringer Patrick Hausding will eine Medaille bei Olympia 2012

TEXT: Andreas Düllick

Patrick Hausding bei der Olympia-Einkleidung Hannover 2016 (Quelle: Martin Rulsch/Wikipedia CC-BY-SA 4.0)

Patrick Hausding (23) ist der erfolgreichste Wasserspringer Deutschlands. Das Besondere an ihm: Er geht sowohl im Kunstspringen vom Ein- und Dreimeter-Brett als auch im Turmspringen vom 10-Meter-Turm an den Start. „Der Patrick ist wie eine Katze, die man aus dem Fenster wirft“, charakterisiert Lutz Buschkow, Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes und Cheftrainer der Wasserspringer, den vielseitigsten Springer der Welt. Bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 gewann er zusammen mit seinem Partner Sascha Klein die Silbermedaille im Synchronspringen vom Turm. Bei der Europameisterschaft 2010 in Budapest gelang dem Schützling von Trainer Jan Kretzschmar etwas Historisches: Er gewann in allen fünf Wettbewerben eine Medaille – das hatte zuvor noch kein Springer bei einer EM oder WM geschafft. Für derartig herausragende Leistungen gab es auch schon jede Menge Ehrungen: Hausding wurde u.a. Berliner Sportler des Jahres 2010 und „Weltspringer 2010“. strassenfeger-Chefredakteur Andreas Düllick sprach mit dem Ausnahmesportler vom TSC Berlin über das Wasserspringen an sich und die Chancen auf Edelmetall in London.

Michael Jahn – Sportjournalist

Ha, Ho, He – Hertha BSC!

Michael Jahn – Beruf Sportjournalist

INTERVIEW & FOTOS: Andreas Dü̈llick

Michael Jahn hat „Hertha“ im Blut ©Andreas Düllick

Rund 330 Bundesligaspiele, 54 Europacup-Duelle, 33 Trainingslager und sechs Bücher über den Hauptstadtklub illustrieren seine ganz besondere Passion für die »Alte Dame«. »Bei Pressekonferenzen von Hertha BSC sitzt er immer auf demselben Platz. Erste Reihe, zweiter Stuhl von rechts, freie Sicht auf das Podium.« So kann man es nachlesen in einem Bericht des Berliner Erstligisten anlässlich der Verabschiedung des Sportjournalisten Michael Jahn 2014 in den sogenannten Unruhestand.

Jahn, Jahrgang 1952, arbeitet seit 1985 als Sportreporter der Berliner Zeitung, für die er auch von 14 Welt- und Europameisterschaften berichtete. Seinen Job hat er immer mit enormer Sachkenntnis und sehr viel Herzblut gemacht. Er ist einer der profundesten Kenner der Berliner Fußballszene. Seine ganz besondere Leidenschaft ist seit vielen Jahren Hertha BSC. Woche für Woche war er aufmerksamer Beobachter der Trainingseinheiten der Berliner auf dem Schenckendorffplatz. An den Spieltagen berichtete er an unzähligen Wochenenden aus allen Bundesligastadien des Landes über die Spiele von Hertha, am liebsten allerdings über die Spiele im heimischen Olympiastadion.

Er hat unzählige Trainingslager besucht, alle Höhen und Tiefen des Vereins hautnah begleitet. Er hat viele Spieler und Trainer kommen und gehen sehen. Seit dem Sommer vorigen Jahres schreibt Jahn jeden Mittwoch eine Kolumne auf www.berliner-zeitung.de/Hertha mit dem Titel »Ha-Ho-He«. Gerade hat er zwei neue Bücher über den Hauptstadt-Klub veröffentlicht – »Alles Hertha!« und »Das große Hertha-Buch«. Andreas Düllick sprach mit dem engagierten Sportjournalisten.

RIP CURL PRO PORTUGAL 2013

Die weltbesten Surfer trafen sich in Peniche

BERICHT & FOTOS: Andreas Düllick

Das RIP CUR PRO PORTUGAL startet mit einem wunderbaren Regenbogen ©Andreas Düllick

Man nehme: Einen Strand in einem Fischerstädtchen namens Peniche (Portugal), an dem eine der besten Wellen der Welt bricht. Eine kleine Stadt mit kompletter Infrastruktur wie Telefon, Internet, TV-Leitungen, Umkleidekabinen, Essensversorgung und natürlich dem Turm für die Wettkampfrichter. Dazu die 32 besten Surfer der Welt. Für ein paar Tage entsteht an diesem Strand – »Supertubos« genannt – dann das Mekka des Wellenreitens. Hinzu kommen noch, mittlerweile ganz unvermeidlich, jede Menge Sponsorenpavillions und Imbissbuden. Surfen ist eine Sportart, die einen extrem hohen Vermarktungsgrad erreicht hat. Kein Wunder: Die Zielgruppe ist jung, dynamisch, sucht die großen Herausforderungen. Zumindest auf dem Papier, denn die Gruppe der wahren Surffreaks ist eher klein und hält nicht viel vom medienwirksamen Wettkampfsurfen. Egal – für viele Menschen ist es immer wieder ein gigantisches Erlebnis, direkt am Strand zu sitzen und den besten Surfern der Welt bei ihrer aufregenden Wellenjagd zuzuschauen. Die Association of Surf Professionals (ASP) bietet das Spektakel bereits seit ein paar Jahren und hat für die nächste Saison die ganz dicken Sponsoren an Land gezogen: Der amerikanische Sportsender ESPN, YouTube und Facebook werden über ihre Kanäle live über die Tour 2014 berichten.

 

European Maccabi Games 2015

European Maccabi Games in Berlin

Sportler setzen Zeichen für selbstbewusstes jüdisches Leben in Deutschland

BERICHT: Andreas Düllick

European Maccabi Games 2015 Berlin ©Rafael Herlich

So etwas hat es in der deutschen Hauptstadt noch nicht gegeben: Mehr als 2.100 jüdische Sportler aus 38 Ländern waren vom 28. Juli bis zum 5. August in Berlin zu Gast und maßen sich in 19 Sportarten im sportlichen Wettstreit. Zu den Disziplinen gehören Fußball, Schwimmen, Wasserball, Fechten, Badminton, aber auch Schach und Bridge. Anlass waren die 14. European Maccabi Games (EMG). Die EMG werden alle vier Jahre in einer anderen europäischen Stadt ausgetragen.

Die größte Delegation in seiner 50-jährigen Geschichte (!), stellte »Makkabi Deutschland« mit 365 Teilnehmer*innenn. Sie begrüßten Sportler aus 36 europäischen Ländern, darunter Spanien, die Ukraine, Finnland und Italien. Außerdem kamen fünf Gastdelegationen aus Israel, Amerika, Australien, Südafrika. Sie alle setzen ein Zeichen für ein natürliches und selbstbewusstes jüdisches Leben in Deutschland.

Indoor ISTAF 2016

Ein erfolgreiches Comeback und drei Jahresweltbestleistungen

BERICHT: Christoph Mews / INTERVIEW & FOTOS: Andreas Düllick
(strassenfeger 4/2016)

Robert Harting in seinem zweiten „Wohnzimmer“ ©Andreas Düllick

Es war ein echtes Spektakel, die dritte Ausgabe des ISTAF INDOOR am 13. Februar in der Mercedes-Benz Arena am Ostbahnhof. In einer restlos ausverkauften Halle sahen 12 648 begeisterte Zuschauer spannende Wettkämpfe, drei Jahresweltbestleistungen, drei deutsche Siege und ein tolles Comeback von Diskus-Olympiasieger Robert Harting. Dazu jede Menge Laser- und Lichteffekte, Pyrotechnik wummernde Beats und ein 30-minütiger Auftritt der Band »Glasperlenspiel«. Leichtathletik-Fan was willst du mehr!?

Michael Preetz

„Wir setzen alles daran, in der ersten Bundesliga zu bleiben!“

Michael Preetz, Manager von Hertha BSC

INTERVIEW Andreas Düllick & Christoph Mews / Fotos: Andreas Düllick(strassenfeger 4/5/2010)

„Hertha“-Manager Michael Preetz im strassenfeger-Interview ©Andreas Düllick

Michael Preetz, 42, ist mit 84 Treffern bester Hertha-Torjäger aller Zeiten. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere 2003 wechselte er ins Management von Hertha BSC. Im Sommer des vergangenen Jahres übernahm er die Geschäfte seines Vorgängers Dieter Hoeneß. Christoph Mews und Andreas Düllick sprachen mit ihm über die misslungene Hinrunde, den Abstiegskampf, verlorene Talente und soziales Engagement.

Arthur Abraham – Paul Smith

»Tag der Abrechnung«
Arthur Abraham verteidigt WM-Titel mit Verve
BERICHT & FOTOS: Andreas Düllick
5/2015

Noch ein Volltreffer von Arthur Abraham ©Andreas Düllick

Nein, ein Gentlemenboxer à la Maske ist er nicht. Er ist auch kein Schlumpf a la »Vater Abraham«. Der Boxer Arthur Abraham ist ein harter Hund und ein exzellenter Boxer. Wenn er denn will. Doch manchmal will er nicht so recht im Training. Das ärgert seinen Meistertrainer Uli Wegener maßlos. Der weiß, dass es dann im Kampf oft die Quittung gibt. Doch diesmal war alles anders. Arthur wollte, und Uli Wegener freute sich. Schließlich sollte es erneut gegen den Engländer Paul Smith gehen, den Abraham im August vorigen Jahres in Kiel schon einmal besiegt hatte. Allerdings waren damals mit dem Urteil weder Smith noch dessen Team einverstanden. Man witterte Betrug und äußerte das auch lautstark. Grund genug für Arthur Abraham zu sagen: »Wenn Paul will, machen wir ein Rematch, kein Problem.«

Highway to Swell

„Highway to Swell“ & nothing more!

Wenn ich zum Wellenreiten nach Portugal fahre, gibt es einen Ort, der mir extrem ans Herz gewachsen ist: Baleal. Zum einen sind es die perfekten Wellen dort rund um Peniche und eben Baleal. Zum anderen ist es ein Ort, an dem man seinen geschundenen Körper nach etlichen Stunden Paddeln im kalten Wasser ganz vortrefflich die nötige Ruhe bieten kann. Die Rede ist vom „Highway to Swell“, einem Surfhostel der etwas anderen Art. Kurz gesagt: Klein, fein, perfekt. Simone und Alex haben dieses typisch portugiesische Bauerngehöft vor ein paar Jahren von Joao und Celestine übernommen. Sie haben daraus in liebevoller Handarbeit ein echtes Kleinod, ein Paradies gemacht.

Alex baut sich ein Surfboard ©Andreas Düllick

Obdachlosen-Fussball

Das Team »Ocker-Beige Berlin« von GANGWAY e.V. und der »European Homeless Cup« in Berlin

Die Streetworker Stefanie Seewald und Andreas Abel vom GANGWAY e.V. Team an Brennpunkten sind die Macher vor und hinter den Kulissen

INTERVIEW & FOTOS: Andreas Düllick

(strassenfeger 12/2015)

Die besten wohnungslosen Streetkicker Europas treffen sich am 26. Juni 2015 zum European Homeless Cup auf dem Breitscheidplatz in Berlin. Mit dabei ist auch das Team »Ocker-Beige Berlin« von GANGWAY e.V. Team an Brennpunkten. Andreas Düllick traf sich mit den Streetworkern Stefanie Seewald und Andreas Abel sowie den Spielern des Teams zum Interview bzw. Training.

Andreas Düllick: Der »European Homeless Cup« findet in diesem Jahr in Berlin statt – wie kam es dazu?

Stefanie Seewald: Wir haben seit Jahren guten Kontakt zum »Anstoß! – Bundesvereinigung für Soziale Integration durch Sport e.V. Wir haben nachgefragt, ob wir nicht gemeinsam in Berlin eine Veranstaltung machen könnten. So kam es das wir hier in Berlin den »European Homeless Cup«, ausrichten.

Füchse Berlin – Balingen

Harte Wochen für die „Füchse“

Pflichtsieg gegen Balingen-Weilstetten, Aus im EHF-Pokal

Bericht: Andreas Düllick

Das Aufatmen der Fans „Füchse Berlin“ war fast spürbar: Gerade hatten ihre Handballer in der mit 9000 Zuschauern ausverkauften Max-Schmeling-Halle das wichtige Spiel gegen den Abstiegskandidaten HBW Balingen-Weilstetten mit 31:26 relativ deutlich gewonnen. Verdienter Lohn war der Sprung auf Tabellenplatz 6 der Handball-Bundesliga, punktgleich mit dem HSV. Doch so klar und deutlich war dieser Sieg denn doch nicht. Zwar begannen die „Füchse“ überaus konzentriert und dynamisch. Fabian Wiede übernahm sofort Verantwortung und zeigte mit seinem schönen Rückraumtreffer zum 1:0, dass die Berliner es eine Woche nach dem dummen Aus in der Vorrundes des EHF-Pokals gegen Chambéry Savoie HB viel besser machen wollten.